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Niedere Scharte – Alteck

Das Herz der Goldberggruppe, die Dreitausender rund um den Rauriser Talschluss Kolm Saigurn, sind für Alpinisten ein Dorado der Sonderklasse – auch für die Extremen: Ende März war die Slowakin Ivana Filova in Kolm Saigurn. – Ivana wurde vor zwei Jahren durch ihre Befahrung der Pallavicini-Rinne (Großglockner) bekannt. Die Slowakin war die erste Frau, der dieses Husarinnenstück gelang. – Ende März hat Ivana sowohl die Nordrinnen des Schareck als auch die Nordrinne des Rauriser Sonnblicks befahren.

Alteck-Gipfelgrat. Foto: Neuhold

Man muss sich freilich nicht in 55 Grad steile Rinnen hinunterstürzen, um die Schönheit des Hochgebirges zu genießen. Und man muss auch nicht unbedingt die zu Pisten ausgefahrenen Normalrouten auf Sonnblick (3105 m) oder Hocharn (3254 m) wählen. Wer eine Skihochtour abseits des Trubels der zwei großen Dreitausender will, könnte sich beispielsweise am ausgesprochen selten besuchten Alteck versuchen. Dieser 2942 Meter hohe Gipfel steht Sonnblick und Hocharn in der Ernsthaftigkeit nichts nach. Im Gegenteil: Der Gipfelhang ist steil und die letzten Meter auf dem überwechteten Nordwestgrat zum Kreuz sind ziemlich luftig. Leichte Steigeisen im Rucksack fallen hier nicht mehr in die Kategorie „overdressed“.

Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz Lenz Anger (1550 m) auf der Mautstraße vom Bodenhaus nach Kolm Saigurn. Von hier (zirka eine halbe Stunde zu Fuß oder wesentlich schneller mit dem Bike) zum Naturfreunde-Haus und entlang des Sonnblick-Aufstieges (Sommerweg) hinauf zum Schutzhaus Neubau (2175 m), beziehungsweise zum Radhaus, das an die Goldbergbauzeit in Kolm erinnert. Vom Neubau – anfangs noch ein Stück entlang der „Sonnblick-Spur“– flach direkt nach Süden bis zu einer auffallenden Rampe, die auf der westlichen Seite des Talbodens zur Niederen Scharte (2695 m) hinaufführt. Über diese Rampe gelangt man bis kurz vor die Niedere Scharte, von der man dann – je nach Bedingungen zu Fuß oder mit den Skiern – über den steilen Nordosthang zum Gipfelgrat beziehungsweise zum Kreuz, aufsteigt. (Ungeübtere Skibergsteiger werden die Niedere Scharte selbst als lohnendes Tourenziel wählen.) Abfahrt wie Anstieg.

Anforderungen:

  • Hochalpine, anspruchsvolle Skitour
  • 1400 Höhenmeter ab Parkplatz Lenz Anger
  • vier Stunden Anstieg. Früh aufbrechen!
  • Unter Umständen am Gipfelgrat Steigeisen notwendig
  • Nur bei sicheren Bedingungen!

Karte:

  • AV-Karte Nr. 42, „Sonnblick“, 1:25.000

Literatur:

Clemens M. Hutter „Skitouren in und um Salzburg“, Verlag Pustet, Salzburg 2004; oder Rudolf Weiss „Gebietsführer Nationalpark Hohe Tauern“, Steiger Verlag, Innsbruck 1985

Quelle:

Salzburger Fenster/Gipfelbuch von Thomas Neuhold
Erscheinungsjahr: 2005

 
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